imm cologne zeigte die Interior-Trends 2009

Uriger Naturlook und bunter Megamix - Holz ist ebenso angesagt wie Kunststoff

Warme, rote Farbtöne, modernisierte klassische Formen und bunte Ensembles aus Massivholz, Kunststoff, Leder und Metall kommen schon bald in die Wohnräume modebewusster Einrichtungsfans. Dies prophezeit das Trendboard der imm cologne, die im Januar 2009 zum Mekka der internationalen Möbelwelt wurde.


Fünf namhafte Kreative haben im Auftrag der Kölner Möbelmesse erforscht, wie die Interior-Trends 2009 aussehen. Vier Geschmacksströmungen konnten sie herausfiltern.

Trend 1: Holz, Natur und warme Farbtöne

„Tepee Culture“, der erste ermittelte Interior-Trend 2009, wurde nach den Zelten nordamerikanischer Indianer benannt und gilt als die stärkste geschmackliche Strömung der kommenden Saison. Diese beinhaltet Möbel, die aus naturbelassenen oder recycelten Materialien und häufig von natürlichen Formen inspiriert sind. Farblich dominieren satte Rot-, Grün- und Brauntöne. Hier geht es um die Wiedererkennung und Neugruppierung des Natürlichen, Echten, bereits Vorhandenen. Die kräftigen Farben der „Tipi Kultur“ werden sich vor allem in Beimöbeln und Accessoires wiederfinden. Beispielsweise auf einem dezent grau bezogenen Sofa mit dunkelroten, grünen und heidelbeerfarbenen Kissen.

Trend 2: Kunststoff, traditionelle Elemente und Blaugrün

Von starken Kontrasten und einem „Zuviel“ ist die Geschmacksströmung „Extra Much“ geprägt. Heilige indische Zeichen finden sich auf schlicht konstruierten Tagesbetten, extrem vergrösserte Maserungen werden gedruckt und auf Kommoden aufgezogen und riesige Flickensessel stehen neben massenproduzierten Stapelstühlen aus Kunststoff – das alles in den eigenwilligen , leuchtend bunten Farben Blaugrün, Maigrün, Lavendel, Orange, Kupfer und Gold. „Die Kunden werden mutiger“ dies spornt an zum Kombinieren.

Trend 3: Neue Klassiker in Beige und Braun

Klassische Formen haben ebenfalls Aufwind- allerdings in der leichten, modifizierten Version des Trends „Re-Run Time“: ein weisses kubisches Sofa präsentiert sich in überraschend asymmetrischen Proportionen. Der neue Purismus ist längst bei Trendsetter angekommen. So werden heute wieder einen Grossteil der Küchen gradlinig in „schwarzweiss“ geplant. Dies lässt sich im Wohnraum ähnlich umsetzen. Für den neuen von Designern definierten Trend der „RE-Run Time“ werden jetzt allerdings etwas dezentere als Schwarzweiss vorausgesagt- ein grautoniges Beige, verbunden mit rot und dunklen Brauntönen.

Trend 4: Die Natur baut mit

Der vierte Trend, genannt „Near and Far“ bezieht sich vor allem auf Verarbeitungstechniken: Zeitgenössische Gestalter setzen die Natur als „Mitproduzentin“ ein- indem sie Raumteilsysteme aus Blumentöpfen mit Hängepflanzen entwerfen oder eine unfertige Gipsoberfläche als Eiswand erscheinen lassen.

Quelle: Anzeigeveröffentlichung imm cologne 2009